Einführung / Kapitel 5
Holzbauten
Bäume, die in den Bergen wachsen, kehren nach dem Fällen als Gebäude in die Stadt zurück. Dieses Kapitel stellt Tokios Holzbauten in zwei Teilen vor: zuerst historische Holzbauten von der Edo- bis zur Showa-Zeit, dann Gebäude von heute und morgen aus Holz aus Tokios Wäldern und ganz Japan.
Historische Holzbauten
Historische Holzarchitektur erleben: Edo-Tokyo Open Air Architectural Museum
Ein Freilichtmuseum, das 1993 im Koganei-Park in der Stadt Koganei eröffnet wurde. Es umfasst 29 versetzte oder rekonstruierte Gebäude, die bis auf eines alle aus Tokio stammen.[1]
| Gebäude | Erbaut | Typ |
|---|---|---|
| Strohgedecktes Bauernhaus | Edo-Zeit | Bauernhaus der Musashino-Hochebene[1] |
| Mantoku Ryokan | 1860er–70er-Jahre | Zweistöckiges Gasthaus in Holzbauweise[1] |
| Hauptgeschäft Yamato-ya | 1928 | Dreistöckiges Trockenwarengeschäft in Holzbauweise[1] |
Ein Haus in den Bergen: Haus Kobayashi in Hinohara
Das schönste erhaltene traditionelle Haus in Tama ist das Haus Kobayashi in Fujiwara, Dorf Hinohara. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (mittlere Edo-Zeit) erbaut, wurde es 1978 zum Wichtigen Kulturgut erklärt.[2] Es wird als Bergbauernhaus geschätzt, das an seinem ursprünglichen Platz am Hang erhalten ist.[2]
Ein strohgedecktes Haus mit Walmgiebeldach, rund 15,5 m breit und 8,2 m tief. Der Bereich mit Lehmboden ist klein und der Raum mit Holzboden groß, eine Aufteilung, die der Köhlerei entgegengekommen sein soll. In der späten Edo-Zeit wurde das Dach zum „Kabuto“-Helmstil umgebaut und für die Seidenraupenzucht genutzt. Eine Restaurierung von Dezember 2011 bis März 2015 stellte den ursprünglichen Zustand wieder her.[2]
Tempelholz: Jindai-ji
Der Jindai-ji in Chofu ist ein alter Tempel, der der Überlieferung nach im Jahr 733 vom Priester Manku gegründet wurde.[3]Das älteste Gebäude des Tempelbezirks ist das Haupttor (Sanmon), das 1695 gestiftet wurde. Es trägt ein dickes, für Musashino typisches Satteldach aus Gras. Die Haupthalle wurde 1919, die Ganzan-Daishi-Halle 1867 wiederaufgebaut.[4] Das Tor ist als materielles Kulturgut der Stadt Chofu ausgewiesen, und die Reparatur seines Reetdachs erfolgt als Kulturgutprojekt der Stadt.[5]
Ein Reetdach (Kayabuki) besteht aus Gräsern wie Chinaschilf (Susuki) und Schilfrohr (Yoshi) – ein Dach allein aus Holz und Gras. Reetdächer müssen regelmäßig neu gedeckt und repariert werden; auch das Dach des Tores wird als städtisches Projekt instand gesetzt.[5]Auch die „Jindai-ji-Soba“, Buchweizennudeln, die mit dem Quellwasser des Tempelbezirks zubereitet werden, gelten seit der Edo-Zeit als örtliche Spezialität.[4]
Das Gründungsjahr wurde auch auf der offiziellen Website des Tempels überprüft. Die Datierungen von Tor, Haupthalle und Ganzan-Daishi-Halle stammen von einer Reiseinformationsseite; welche Holzarten im Tor verbaut wurden, ist noch nicht untersucht.
Schreinholz: Meiji Jingu
Der Meiji Jingu wurde 1920 gegründet. Seine Haupthalle brannte im Zweiten Weltkrieg ab und wurde 1958 mit Hinoki aus der Region Kiso in der Präfektur Nagano wiederaufgebaut, aus Brandschutzgründen mit einem Kupferdach statt einer Hinokirindendeckung.[6]
Auch das große Torii (zweites Torii) am Zugang ist aus Holz. Das erste wurde 1920 aus 1.200 Jahre altem Taiwan-Hinoki errichtet, aber 1966 durch Blitzschlag beschädigt. Das heutige, 1975 fertiggestellte Torii besteht aus rund 1.500 Jahre altem Hinoki vom Berg Dandan in Taiwan. Es ist 12 m hoch und 17,1 m breit, die Pfeiler haben einen Durchmesser von 1,2 m.[7]
Auch der Wald um den Schrein ist von Menschen angelegt. Er wurde vor rund 100 Jahren mit dem Ziel gepflanzt, über ein Jahrhundert und mehr zu einem standortgerechten Wald heranzuwachsen.[8] Seine Riesenbäume werden in Kapitel 4 vorgestellt.
When I walked there on a rainy day in February 2024, the shrine's forest was thick with evergreen leaves even in winter, and water flowed through the valleys. About 100 years after it was planted by people, it has become a true forest.




In Meiji Jingu Gyoen, the inner garden within the grounds, signs of care to protect and support the trees also stood out: snow-suspension ropes (yukitsuri) on the pines by the pond, log props for leaning trees, protective wrapping on trunks with wood chips at their feet. On the sloping paths, logs had been set diagonally into the surface—apparently the same device as the water bars on mountain trails, which shed rainwater off the path.




The photos of the pond, the building and the tree care were taken inside Meiji Jingu Gyoen (confirmed with the garden's map). I have not confirmed where the valley stream was, the names of the building and pond, why the stump is covered with a sheet, or the purpose of the trunk wrapping.
Shrine wood: the coffered ceiling of Tokyo Daijingu
Tokyo Daijingu in Iidabashi was founded in Hibiya in 1880 and moved to its present site in 1928, after the Great Kanto Earthquake. It is also known as the first shrine in Japan to hold a Shinto wedding ceremony.[9]

I have not confirmed which building or room this ceiling is in, or what wood was used.
A shoin in the museum garden: Okyokan
Okyokan, in the garden of the Tokyo National Museum, was built in 1742 as the shoin (study hall) of Myogen-in, a temple on the outskirts of Nagoya. Masuda Takashi (Don'o)—first president of Mitsui & Co. and a noted tea master—later moved it to his residence in Shinagawa, Tokyo, and in 1933 it was donated to the museum. It takes its name from the sliding-door paintings by the Edo-period painter Maruyama Okyo (now reproductions). Today, as "TOHAKU Chakan," visitors can enter the building while having refreshments.[10] In this shoin of more than 280 years ago, the woodwork is well preserved: a board ceiling, kumiko transoms (ranma) and wooden shutters facing the veranda.


I have not confirmed what wood was used.
Meiji-Residenzen: die ehemaligen Residenzen Iwasaki und Nogi
Die ehemalige Iwasaki-Residenz (Ikenohata, Bezirk Taito) wurde 1896 als Hauptwohnsitz der Familie Iwasaki fertiggestellt, die Mitsubishi führte. Das Haus im westlichen Stil entwarf Josiah Conder im englischen Jacobean-Stil des 17. Jahrhunderts. Ein Dokument der Präfektur Tokio vermerkt, dass für jedes einzelne Bauteil „heute nur schwer erhältliches Holz“ verwendet wurde.[11]
| Gebäude | Holzkonstruktion |
|---|---|
| Westliches Haus 1896, Entwurf: Conder | Jacobean-Stil. Für die Bauteile wurde heute nur schwer erhältliches Holz verwendet. Die Veranda im Erdgeschoss ist mit englischen Minton-Fliesen ausgelegt, ein Gästezimmer im Obergeschoss hat Tapeten aus vergoldetem Lederpapier (Kinkarakawa)[11] |
| Billardhaus (Billardraum) Entwurf: Conder | Vollständig aus Holz im Stil einer Schweizer Berghütte, mit Wänden in Blockbauweise (ähnlich der Azekura-Bauweise), geschnitzten Pfosten und einem großen Dach mit weit auskragender Traufe[11] |
| Japanisches Haus (großer Saal) | Grundlage ist der Shoin-Stil. Zimmermeister war Ogawa Kijuro, der viele Residenzen für führende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft baute. Tokonoma-Nische und Schiebetüren tragen Wandbilder, deren Vorzeichnungen von Hashimoto Gaho stammen sollen[11] |
Das westliche Haus und das Billardhaus wurden 1961 als nationales Wichtiges Kulturgut „Ehemaliges Wohnhaus der Familie Iwasaki“ ausgewiesen; 1969 kamen unter anderem der große Saal des japanischen Hauses hinzu.[11] Auf einem einzigen Grundstück stehen westlicher Holzbau, Holzbau im Berghüttenstil und japanische Shoin-Architektur nebeneinander – ein Musterbuch des Holzbaus der Meiji-Zeit.
The ground floor of the Western-style house is laid with parquet, combining woods of different colors to form patterns. According to the exhibit "Designs of the Western House Floors," which I saw inside in January 2024, the woods used differ by room: oak (kashi), zelkova, rosewood (shitan), ebony and mulberry in the guest room; cherry, oak and zelkova in the study; and cherry, oak, zelkova, rosewood and ebony in the large dining room. Domestic oak, zelkova, cherry and mulberry are combined with rosewood and ebony imported from the tropics, drawing patterns in light and dark tones.



The wood species of the parquet are from the exhibit panels in the house (checked by the author in January 2024).
Die ehemalige Nogi-Residenz (Akasaka, Bezirk Minato; Nogi-Park) war das Wohnhaus von General Nogi Maresuke. Das Haupthaus wurde 1902 zu einem dreigeschossigen Bau umgebaut, der das abschüssige Gelände nutzt. Die Decke des Untergeschosses dient direkt als Dielenboden des Erdgeschosses, und die Decke des Erdgeschosses zugleich als Dielenboden des Obergeschosses – eine sparsame, effiziente Konstruktion.[12] Das Äußere ist eine schlichte, schwarz gestrichene Bretterverschalung, das Untergeschoss ist aus aufgeschichtetem Oya-Stein errichtet.[13] Auf dem Grundstück steht noch ein Pferdestall aus Ziegeln, der prächtiger als das Haupthaus sein soll.[12][13] Die prunkvolle Iwasaki-Residenz und die schlichte, bretterverschalte Nogi-Residenz: Selbst bei Holzbauten derselben Meiji-Zeit zeigt sich die Haltung der Bewohner unmittelbar im Gebäude.

The designer of the Nogi residence is given as "the general himself" in Minato City's guide, but as the navy engineer Kitazawa Torazo on a travel information site; the two disagree. For the Iwasaki residence, apart from the parquet of the Western house's ground floor, I have not confirmed the species of its timber members.
Die Gebäude der Holzgroßhändler von Kiba
Von der Edo- bis zur Showa-Zeit reihten sich in Kiba die Holzgroßhändler, doch diese Recherche fand kein erhaltenes Geschäfts- oder Wohnhaus eines Großhändlers, das als Kulturgut geschützt ist. Nach dem Umzug der Holzbetriebe nach Shin-Kiba wurde das Gelände zum Kiba-Park (Kapitel 1).
Der Kaiserpalast: die Zelkove des Matsu-no-Ma
Der in der Meiji-Zeit errichtete Palast brannte beim Luftangriff vom 25. Mai 1945 nieder. Der heutige Palast wurde nach dem Krieg neu erbaut; die Arbeiten führte eine Arbeitsgemeinschaft von fünf großen Bauunternehmen aus und schloss sie im Oktober 1967 ab.[14] Verwendet wurde hochwertiges, langes einheimisches Holz von 150 bis 1.000 Jahre alten Bäumen. Zu den Holzarten zählen Hinoki, Kiefer, Sugi (Japanische Zeder), Tsuga (Hemlocktanne) und Tamo (Esche). Nageshi (Zierbalken), Kamoi (Türstürze) und Türrahmen wurden mit dünn gehobelten Furnieren belegt, für die Shoji-Schiebewände wurde Hinoki oder Sugi verwendet.[15]
Im Zentrum des Palastes liegt der Matsu-no-Ma (Kiefernsaal) im Seiden, der Haupthalle. Er ist etwa 370 Quadratmeter groß, die Decke ist etwa 8 Meter hoch.[16] Das Kaiserliche Hofamt bezeichnet ihn als „den würdevollsten Raum im Palast“; hier finden die Ernennung des Premierministers und des Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, die Überreichung der Beglaubigungsschreiben ausländischer Botschafter sowie die Verleihung von Orden und des Kulturordens statt.[17]
Der Boden des Matsu-no-Ma ist der einzige Dielenboden im Palast. Er besteht aus 87 Zelkovenbrettern (Keyaki), jedes etwa 80 cm breit, 4,5 cm dick und etwa 5,4 m lang.[17] Rechnerisch ergeben allein die Bretter etwa 17 Kubikmeter. Für ein 80 cm breites Brett braucht man einen noch dickeren Stamm. Zelkovenholz ist schwer, hart und fäulnisbeständig (siehe Vergleichstabelle in Kapitel 4). Der Boden des wichtigsten Raumes wurde also aus Brettern großer Bäume gefertigt, die über sehr lange Zeit gewachsen sind.
| Raum im Seiden | Holz und Ausstattung |
|---|---|
| Matsu-no-Ma (Kiefer) ca. 370 m² | Der einzige Dielenboden im Palast: 87 Zelkovenbretter. Wände mit broschiertem Stoff mit Jungkiefernmuster bespannt[17] |
| Take-no-Ma (Bambus) ca. 182 m² | Vollständig aus Kiso-Hinoki. Wände mit Stoff mit gestreutem Bambusmuster bespannt[17] |
| Ume-no-Ma (Pflaume) ca. 152 m² | Wie der Take-no-Ma aus Kiso-Hinoki. Geschmückt mit Nakamura Gakuryos „Rote und weiße Pflaumenblüten“[17] |
Die drei Räume des Seiden tragen die Namen Kiefer, Bambus und Pflaume und sind mit einem Jungkiefernmuster, einem Bambusmuster bzw. einem Gemälde roter und weißer Pflaumenblüten geschmückt.[17] Kiefer, Bambus und Pflaume, die auch im Winter grün bleiben oder blühen, gelten seit alters als glückverheißendes Trio. Vor allem die Kiefer ist ein immergrüner Baum, der das ganze Jahr über sein Laub behält – ein Symbol für dauerhafte Beständigkeit. Baumnamen bestimmen den Rang der Räume, Zelkove dient für den Boden, Hinoki für Wände und Ausbau: Der Palast gibt der japanischen Kultur, für jeden Zweck das passende Holz zu wählen, unmittelbar Gestalt.

Eine offizielle Erklärung des Kaiserlichen Hofamts, warum die Räume Kiefer, Bambus und Pflaume heißen, konnten wir nicht finden; die glückverheißende Bedeutung des Trios ist die allgemein übliche Erklärung. Woher Zelkove und Hinoki stammen (aus welchen Wäldern), ist ebenfalls nicht bestätigt.
Holzbauten heute
Mit Tokios eigenem Holz gebaut: Tama-Holz
In den Wäldern von Tama gewachsenes Holz wird „Tama-Holz“ (Tamasanzai) genannt. Die Tokyo Development Foundation for Agriculture, Forestry and Fisheries erhielt im März 2016 eine internationale Waldzertifizierung, und Holz aus ihren Wäldern wurde in Spielstätten der Olympischen und Paralympischen Spiele verwendet.[18]
Ein bekanntes Beispiel ist der Bahnhof Togoshi-Ginza der Tokyu-Ikegami-Linie. Seine „Ki ni naru Renewal“ (ein Wortspiel aus „Holz“ und „interessant“) wurde im Dezember 2016 abgeschlossen, mit Tama-Holz im Umfang von rund 470 Stämmen. Im Vergleich zu einer Stahlkonstruktion soll dies die CO₂-Emissionen beim Bau um etwa 100 Tonnen verringert haben, und das Holz selbst speichert Kohlenstoff im Wert von rund 70 Tonnen.[19]
Tama-Holz wird auch in Schulen, Sporthallen und Parks verwendet. Hier einige Beispiele, die Tokio und seine Gemeinden im HJ 2021 umgesetzt haben.[20]
| Standort | Verwendung |
|---|---|
| Gemeinsames Regierungsgebäude der Präfektur Tokio in Shibuya | Balkonuntersichten |
| Grundschule Takanawadai, Stadtbezirk Minato | Deckenlamellen, Traufuntersichten |
| Sporthalle Minamidaira, Stadt Hino | Wandlamellen der Halle |
| Kameshima-Park, Stadtbezirk Koto | Bänke |
| Seseragi-Promenadenpark, Stadt Fussa | Treppenhandläufe |
Quelle: Amt für Industrie und Arbeit der Präfektur Tokio, Anwendungsbeispiele für Tama-Holz[20]
Ein Bahnhof am Fuß des Berges: Bahnhof Takaosanguchi
Der Bahnhof Takaosanguchi der Keio-Linie wurde im April 2015 nach einem Entwurf von Kengo Kuma umgebaut. Zedernholz ist die wichtigste Innen- und Außenverkleidung, und das Dach erinnert an den Tempel Takaosan Yakuoin.[21] Die Herkunft des Zedernholzes ist nicht bestätigt. Weder eine Pressemitteilung von Keio[22] noch ein Artikel über den Bahnhof[23] nennt Holzart oder Herkunft. Ob es sich um Tama-Holz handelt, muss bei Keio oder dem Architekten erfragt werden.
Holz aus ganz Japan: das Nationalstadion
Das im November 2019 fertiggestellte Nationalstadion Japan wurde von einer Arbeitsgemeinschaft aus Taisei Corporation, Azusa Sekkei und Kengo Kuma and Associates gebaut.[24] Es enthält rund 2.000 Kubikmeter Holz: etwa 1.820 im großen Dach und etwa 190 in den umlaufenden Traufen.[25]
Für die Traufen wurden zertifiziertes Zedernholz und andere Hölzer aus allen 47 Präfekturen verwendet, angeordnet von der Nord- zur Südseite des Stadions: Hokkaido, Tohoku, Kanto und so weiter bis Okinawa.[24] Das Dachtragwerk besteht aus Brettschichtholz aus Lärche und Zeder, und in den Einrichtungen für die Athleten wurde inländisches CLT verbaut.[24]



Holz in Kasumigaseki: der Holzofen im Landwirtschaftsministerium
Das Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, das für Wald und Holz zuständig ist, zeigt Holz auch in seinen eigenen Gebäuden. Am 27. Januar 2014 wurde im „Verbraucherraum“ im Erdgeschoss des Ministeriums ein Holzofen aufgestellt, und der damalige Minister Yoshimasa Hayashi und andere entzündeten das erste Feuer. Holzöfen waren förderfähige Produkte im Programm „Holznutzungspunkte“, das die Verwendung regionalen Holzes belohnte, und der Ofen wurde aufgestellt, um ihre Wärme erlebbar zu machen.[26] Ein Dokument von 2024 verortet den Verbraucherraum im Erdgeschoss des Nordanbaus.[27]


Near the building I also saw a banner for "Wood Change," a campaign promoted by the national government. Wood Change refers to actions that use wood to change society toward sustainability—replacing everyday things with wood, building in timber or finishing interiors with wood, and so on. In October 2021 the "Act on Promoting Timber Construction in Cities," which promotes the use of wood in buildings, came into force, and October has been designated "Wood Use Promotion Month."[28]

Auch die Bibliothek des Ministeriums und der Forstbehörde im Hauptgebäude wurde bei ihrer Renovierung im Juli 2011 mit Holz ausgestattet: Bodenteppich mit inländischer Eiche, Wandvertäfelung aus Durchforstungsholz der Hinoki und Bänke aus Kiso-Hinoki.[29]
Das Ofenmodell, die Herkunft des Brennholzes und ob der Ofen noch aufgestellt ist, sind nicht bestätigt.
Tokyo Skytree und der Mittelpfeiler der Pagode
Der Tokyo Skytree ist ein Stahlturm ohne jedes Holz. Dennoch ist er eng mit der Holzarchitektur verbunden: Sein System zur Dämpfung von Erdbebenbewegungen greift die Idee der hölzernen fünfstöckigen Pagode auf.[30]
Durch die Mitte einer fünfstöckigen Pagode verläuft ein dicker Pfeiler, der shinbashira. Er ist konstruktiv vom Pagodenkörper getrennt und soll bei Erschütterungen wie ein Pendel schwingen und so der Bewegung entgegenwirken. Danach wurde der Skytree zum weltweit ersten Bauwerk mit einer „Mittelsäulen-Schwingungsdämpfung“, bei der eine zentrale Säule vom Turmkörper getrennt ist. Sie soll Erdbebenschwingungen um bis zu 50 % verringern. Er wurde im Februar 2012 fertiggestellt und am 22. Mai desselben Jahres eröffnet.[30]
Seine Höhe von 634 m wird oft als Anspielung auf „Musashi“ erklärt, den alten Namen dieser Region (6-3-4 lässt sich mu-sa-shi lesen). Die siebenstöckige Pagode des Musashi Kokubunji aus dem Prolog und der Skytree sind beide Türme auf dem Boden von Musashi. Das Wissen hölzerner Türme, die mehr als tausend Jahre alt sind, trägt den heutigen Sendeturm.
Das Wortspiel „634 = Musashi“ wird vielfach wiederholt, doch diese Website hat es nicht in amtlichen Quellen bestätigt.
Wood in a station-front shopping complex: KITTE
KITTE, in front of Tokyo Station's Marunouchi South Exit, is a commercial complex that keeps part of the former Tokyo Central Post Office, completed in 1931, and was reborn in 2012 as the low-rise section of JP Tower. The old post office was designed by Yoshida Tetsuro and was known for horizontal windows that were new for the time. On the 4th floor, the former Tokyo Central Post Office director's room has been restored with original materials, and its windows look out on the restored Marunouchi building of Tokyo Station.[31] Japan Post's theme for the complex is "Japanese character and newness," linking traditional craftsmanship with the present.[32]
When the author walked through in January 2021, wood was used not only in the director's room—its desk and floor—but also widely in shop shelves and goods. There was even a keyboard made of wood. Here wood is chosen not for the structure that holds up the building, but for interiors and objects people touch.




How wood is used inside the complex is based on what the author saw. Whether the corridor floor is solid wood or a wood-grain finish has not been checked.
A completed timber building: COERU SHIBUYA
COERU SHIBUYA in Dogenzaka, Shibuya, is a 13-story office building completed by Tokyu Land in June 2022. The columns and beams of its 10th to 13th floors use wood-hybrid glulam made from Shinshu larch from Nagano Prefecture.[33] From outside it looks like an ordinary building, but timber members can be seen through the windows of the upper floors.


Künftige Holzbauten
Im Zentrum Tokios gibt es weiterhin Pläne, Geschäfts- und Bürogebäude in Holzbauweise zu errichten. Keines wird ausschließlich aus Holz gebaut; alle sind „Holz-Hybridbauten“ in Kombination mit Stahl und anderen Materialien. Da sie in Planung oder im Bau sind, können sich Größe und Zeitplan ändern.
| Gebäude | Größe | Holzeinsatz | Zeitplan |
|---|---|---|---|
| Shibuya Marui (Neubau) Entwurf: Foster + Partners | 9 Ober-, 2 Untergeschosse | Feuerbeständiges Holz in rund 60 % des Tragwerks; rund 2.000 t weniger CO₂ als bei Stahl[34] | Opening planned for summer 2027[35] (originally planned for 2026[34]) |
| Nihonbashi Honcho Mitsui Building &forest Mitsui Fudosan | 18 Geschosse, 84 m hoch | Rund 1.100 m³ inländisches Holz; rund 30 % weniger CO₂ als ein vergleichbarer Stahlbau[36] | Fertigstellung für Jan. 2027 geplant[36] |
| (Arbeitstitel) Projekt Nihonbashi Honcho 1-chome Block 5 Mitsui Fudosan | 11 Geschosse | Geschosse 8–11 als reine Holzbüros; über 900 m³ Holz[37] | Fertigstellung für Feb. 2028 geplant[37] |
| Neuer Hauptsitz von Tokio Marine (Marunouchi) Entwurf: Renzo Piano Building Workshop | 20 Ober-, 3 Untergeschosse; rund 100 m hoch | Geschosse 6–18 in Holz-Stahl-Mischbauweise; Stützen aus vier gebündelten Holzpfosten erreichen 3 Stunden Feuerwiderstand[38] | Fertigstellung für HJ 2028 geplant[39] |
Shibuya Marui is a rebuild of a store that opened in 1971; it closed in August 2022 and was demolished. Marui Group calls it "Japan's first full-scale timber commercial facility."[34] Its opening was originally planned for 2026, but in July 2026 Marui Group announced that it would open in summer 2027.[35] Marui Group explains that the original timing was an estimate that included its eagerness for an early opening, and that construction is proceeding without delay.[40]
When I saw it in July 2026, the exterior was almost finished, with wooden vertical columns and horizontal boards lining the spaces between the windows on each floor. The hoarding at its foot displayed the names of the designers, Mitsubishi Jisho Sekkei and Foster + Partners, and the builders, Toda Corporation and Sumitomo Forestry.


In Nihonbashi entwickelt Mitsui Fudosan zwei Bürogebäude in Holzbauweise. Das 84 m hohe &forest sollte bei der Ankündigung 2024 im September 2026 fertiggestellt werden.[41] Ein Bericht vom Juli 2026 nannte als Fertigstellung Januar 2027 und meldete, es sei bereits vollständig vermietet.[36]
Der neue Hauptsitz von Tokio Marine ersetzt den 1974 fertiggestellten früheren Hauptsitz.[42] Nach Fertigstellung soll er mit einer Bruttogeschossfläche von rund 130.000 Quadratmetern zu den größten Holzbauten Japans gehören.[39] Ein Dokument des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus beschreibt die Geschosse 1–5 als Stahlbau und die Geschosse 6–18 als Holz-Stahl-Mischbau.[38]
Quellen
- 政府広報オンライン Highlighting Japan「江戸東京たてもの園」 Link
- 東京都教育委員会『東京の文化財』(小林家住宅) PDF
- 深大寺 公式サイト Link
- ニッポン旅マガジン「深大寺」(旅行情報サイト) Link
- 調布市「令和4年度調布市文化財保護審議会(4月〜6月分)について」 PDF
- 観光庁 多言語解説文データベース「明治神宮 本殿」 PDF
- 観光庁 多言語解説文データベース「大鳥居(第二鳥居)」 Link
- 環境省 巨樹・巨木林データベース 観察コースガイド「明治神宮」 PDF
- 千代田区観光協会「東京大神宮」 Link
- 東京国立博物館「TOHAKU茶館へようこそ」(案内資料) PDF
- 東京都建設局 旧岩崎邸庭園 資料 PDF
- 港区「乃木公園」 Link
- ニッポン旅マガジン「旧乃木邸」(旅行情報サイト) Link
- 大林組 社史(80年史)「皇居新宮殿」造営の経緯 Link
- 大林組 社史(80年史)「皇居新宮殿」施工 Link
- NHK「宮殿『松の間』とは」(2019年10月22日) Link
- 宮内庁「宮殿の写真」(正殿 松の間・竹の間・梅の間) Link
- 公益財団法人東京都農林水産振興財団 説明資料 PDF
- 乗りものニュース「東京の木材で戸越銀座駅『木になるリニューアル』」 Link
- 東京都産業労働局 多摩産材利用事例(令和3年度) PDF
- tabiris「高尾山口駅」(旅行情報サイト) Link
- 京王電鉄 ニュースリリース(2015年9月24日) PDF
- 東洋経済オンライン 高尾山口駅(2016年4月17日) Link
- 日本スポーツ振興センター「国立競技場について」 PDF
- 林野庁「東京2020大会 木のくに 国立競技場」 Link
- 共同通信PRワイヤー 木材利用ポイント事務局 発表(2014年1月27日) Link
- 農林水産省 消費者の部屋 特別展示資料(2024年) PDF
- 文部科学省「10月は「木材利用促進月間」です」(令和7年9月19日) Link
- 林野庁広報誌『林野』No.77 PDF
- nippon.com「東京スカイツリー」 Link
- 千代田区観光協会「KITTE」 Link
- 日本郵便「商業施設 KITTE」 Link
- Impress Watch「東急不動産、上層階に木質ハイブリッド集成材を使った「COERU SHIBUYA」」(2022年7月14日) Link
- WWDJAPAN 渋谷マルイ建て替え(2022年5月27日) Link/Time Out Tokyo(2022年5月31日) Link
- 日本経済新聞「渋谷マルイ、27年夏に開業へ 木造商業施設に建て替え」(2026年7月) Link
- マイナビニュース「三井不動産が進める『木造ビル』戦略」(2026年7月30日) Link
- Impress Watch(仮称)日本橋本町一丁目5番街区計画 Link
- 国土交通省 優良木造建築物等整備推進事業 資料(令和6年度) PDF
- ビジネス+IT 東京海上新本店ビル(2022年8月1日) Link
- 出店ウォッチ「渋谷マルイ 建て替えて2027年夏開業!」(2026年8月6日更新) Link
- 乗りものニュース 日本最高層の木造オフィスビル(2024年1月) Link
- CTBUH Skyscraper Center「Tokio Marine Nichido Building」 Link